Financial Report – Power BI

Financial Report – Power BI

Ein einfacher Financial Report, erstellt mit Power BI.
Zur komfortableren Anwendung bitte mit der Schaltfläche unten rechts vergrößern.

In diesem Report, basierend auf 2 Beispieltabellen, finden sich einige wesentliche Elemente der Power-BI-Visuals

In dem Diagramm „Units Sold, Profit und Marge nach Country“ (oben links) können Sie einen Drilldown ausführen (rechts Maustaste auf einem Balken oder mittels der in diesem Diagramm oben enthaltenen Pfeil- und Tree-Symbole)

Retouren vergleichen

Retouren vergleichen

Ausgangslage:

  • Produkte unterschiedlicher Kategorien werden geliefert
  • Retouren werden innerhalb von 14 Tagen getätigt

Frage: WIE kriegt man diese Verzögerung „übereinander“ dargestellt

Lösung:

  • Durch eine variable Positionierung werden die beiden Werte sukzessive „übereinander“ bzw zueinander gestellt und werden somit vergleichbar
Compare sales and retour

 

Hier finden Sie die Arbeitsmappe auf Tableau-Public:
(link:https://public.tableau.com/views/CustomerSalesList_Retouren_compareResults/DashboardRetouren?:embed=y&:display_count=yes&publish=yes)

Mitarbeiter-Strukturentwicklung…

Mitarbeiter-Strukturentwicklung…

… in Form von Bevölkerungspyramiden.

diesem Beispiel liegt eine Excel-Mitarbeiter-Datentabelle zu Grunde (Testdaten), die ca 1.000 Datenzeilen und die wesentlichen Spalten wie enthält Filiale, KST, Name etc, Einstellungs- & Geburtsdatum, Adressdaten, Gehalt etc.

In diesem Beispiel kann zum einen die Personalstruktur in Hinsicht auf Alter, Gehalt und Erfahrung sowie die Entwicklung der Mitarbeiterstruktur für die kommenden Jahre, basierend auf Einstellungsdatum und Geburtsdatum untersucht werden.

Darstellung als animierte GIF

Umsetzung mit Tableau:

1: Dashboard mit wesentlichen Merkmalen:

Mitarbeiterentwicklung Bevölkerungspyramide Dashboard

 

2: Alterstrukturentwicklung „Forecast“ bei aktuellem Personalstand (dieses Beispiel startet im Jahr 2016):

Mitarbeiterentwicklung_Bevoelkerungspyramide

Sie finden dieses Beispiel mit der Altersstrukturentwicklung auch online bei Tableau-Public:

https://public.tableau.com/views/PersonaldatenPyramide-EntwickklungundStruktur/DashboardEntwicklungJahre?:embed=y&:display_count=yes

 

Power-BI = Self-Service-BI?

Power-BI = Self-Service-BI?

Power-BI = Self-Service-BI?

Mit der Version 2013 hat Microsoft Excel um einige bemerkenswerte Add-Ins aufgerüstet:

  • Power-Query
  • Power-View
  • Power-Map (ehemals GeoFlow)           und zuvor bereits:

Power-Pivot  (ab der Version 2010) Während Power-Pivot ab der Version 2013 als Add-In vorinstalliert (aber nicht aktiviert) ist, sind die 3 anderen BI-Tools bei Bedarf nach zu installieren und kostenlos verfügbar. Power-View allerdings abhängig von der Excel-Version bzw. Lizenz.

Nach der Installation müssen die Tools ggf. über die Add-In-Steuerung der Excel-Optionen aktiviert werden (Haken setzen).

Zusätzlich wird das Tools INQUIRE angeboten. Hierbei handelt es sich allerdings weniger um BI sondern eher ein Arbeitsmappen-Analyse-Tool.

Zudem steht über PowerBI.com der BI-Dashboard-Designer zur Verfügung, ein komplexes Tool, das Power-View sowie Power-Query vereinigt, also auch unabhängig von einer Primäranwendung wie Excel als eigenständiges Frontend-Tool.

Hier ein Excel-Power-Map-Beispiel:

Es sei an dieser Stelle bereits vorab darauf hingewiesen, dass Rechner, auf denen diese Tools installiert werden, vorzugsweise mit „einigen PS unter der Haube“ ausgestattet sein sollten, soll heißen, diese Tools sind nicht gerade Ressourcenschonend. Bei „älteren“ Rechnern sollte ggf. geprüft werden, ob sich eine Installation anbietet. Überdies werden die Dateien nennenswert größer.

Bei der Verwendung der BI-Tools ist es hilfreich, wenn Ihnen die Nutzung von Pivot-Tabellen weitgehend geläufig ist und Ihnen der Begriff „Datenmodell“ nicht gänzlich fremd erscheint.

(Hinweis zu Datenmodell, Begriffsdefinition aus Gabler-Wirtschaftslexikon:  “ in der Datenorganisation Modell der zu beschreibenden und verarbeitenden Daten eines Anwendungsbereichs (z.B. Daten des Produktionsbereichs, des Rechnungswesens oder die Gesamtheit der Unternehmensdaten) und ihrer Beziehungen zueinander.“)
Quelle: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/datenmodell.html#definition
Bedeutend hierbei: „..und Ihrer Beziehungen zueinander“

Etwas verkürzt formuliert bedeutet das in etwa, dass eine Art reduzierter Datenbanktreiber initialisiert wird, der die Grundfunktionalitäten einer SQL-Datenbank zur Verfügung stellt und es dem Anwender somit ermöglicht, Beziehungen zu Tabellen zu erstellen und diese in weiteren Analysis-Tools zu bearbeiten wie Power-Pivot (der alle im Datenmodell aufgenommenen Tabellen automatisch erkennt) oder Power-View.

Der Begriff BI (also Business Intelligence) ist in der Szene seit den 90ern ja „hart umkämpft“, aus der „oberen Liga“ vernimmt man gelegentlich abschätzige Blicke auf Excel und unkt mit Begriffen wie „self-service-BI“ (ein Begriff, den MS allerdings auch selber verwendet). Ich muss gestehen, dass ich genau darin den Nutzen sehe. Sicher muss nicht weiter diskutiert werden, dass diese Tools nicht die „Champions-League“ der BI darstellen können, aber auf der Front-End-Ebene (also der Anwendungsebene) wirklich gute Möglichkeiten für Datenintegration und -analyse bieten.

Was kann ich mit diesen Tools machen?

Power-Query:

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Datenabfrage-Tool (ETL=extract, transfer, load), also das Daten-Ingetrations-Tool, das zudem über eine eigene, zusätzliche Formeln- bzw. Funktions-Sprache (Syntax) verfügt.

Hier die Liste der Power-Query-Funktionen: http://office.microsoft.com/en-us/excel-help/power-query-formula-categories-HA104122363.aspx, auch Steuerungen wie IF THEN ELSE können auf Spaltenebene verwendet werden.

Daten unterschiedlichster Quellen (auch Web-Daten oder Power-Pivot) können miteinander kombiniert und modelliert werden und in Berichten (Reporting) anderer  Programmen eingebunden werden.

Eine Einführung zu PowerQuery von Microsoft findet sich HIER

Eien Auflistung der Spezifikationen und Beschränkungen HIER

Power-View

Das ist das Reporting-System. Sie finden es nach der Installation (und Aktivierung als Add-in) im Menü (Ribbon) unter EINFÜGEN, basierend auf einer Tabelle oder einem Datenmodell (bspw. einer Pivot-Tabelle, die sich auf mehrere in Beziehung stehende Tabellen bezieht) können auf einem separaten Blatt (in etwa vergleichbar mit Diagramm-Blättern) unterschiedliche Reporting-Elemente eingestellt werden: Diagramme (unterschiedlichen Stils), Pivot-ähnliche Auswertungen, mit oder ohne Kacheln als Steuerungs-Elemente, Karten u.ä. Sehr angenehme dabei ist u.a., dass diese verschiedenen Elemente untereinander in Abhängigkeit gesetzt werden, so dass ein Klick auf die Säule eines Diagramm sofort die Bezüge und Vergleiche in allen anderen Diagrammen und Auswertungen visualisiert.

Beispiel: Sie werten Kundendaten in Bezug auf Kategorien und Bundesländer aus. In einem Diagramm sehen Sie summierte Mengen je Kategorie, in dem anderen summierte Mengen je Bundesland. Mit einem Klick auf eine Kategorie sehen Sie jetzt die proportionalen Anteile in den Säulen der einzelnen Bundesländer:

Ausgewählt ist hier die Kategorie „B“, es wird die proportionale Verteilung in den einzelnen Bundesländern ausgewiesen:

MaschinenProduktionsAuftrasege_PowerVew_nachRegionKategorie

Und hier quasi das „Gegenteil“: ausgewählt wurden die Bundesländer Berlin und Niedersachsen, in den Kategorien ist die proportionale Verteilung zu erkennen:

MaschinenProduktionsAuftraege_PowerVew_nachRegionKategorie2

Zudem können mehrere Filter in Bezug auf Spalten gesetzt werden.

Power-Map

Das „Daten auf Karten“-Tool. Basierend auf BingMaps können die eigenen Daten auf Geo-Punkte gesetzt werden. Voraussetzung dafür ist zum einen eine bestehende Internetverbindung und natürlich die Kleinigkeit, dass auch irgendwelche interpretierbaren Geo-Daten vorhanden sind. Das kann ein PLZ-Spalte (oder Zip-Code) sein, oder eine Spalte mit Städte-, Länder- oder Bundesländer-Namen. Ggf. kann es erforderlich sein, diese Spalten, sofern sie bei der Verwendung nicht automatisch erkannt werden, einer Geo-Interpretation zuzuordnen.

Weiterhin sollte eine auswertbare Werte-Spalte vorliegen, die den Geo-Spezifikationen zugewiesen werden können. Somit werden Säulen (oder Heatmaps) auf eine 3-D-Karte projiziert . Sofern eine Datum oder Zeit-Spalte vorliegt, kann diese als Zeit-Leiste die Säulen oder Heatmaps animieren.

Zudem können einzelne Szenen erstellt und daraus ein Film generiert werden, nach dem Motto „Daten erzählen Geschichte(n)“, data-story-telling, siehe obiges Beispiel.

Tableau Maschinenbelegungsplan mit benutzerdefiniertem Hallenplan

Tableau Maschinenbelegungsplan mit benutzerdefiniertem Hallenplan

Für die Tableau-Analyse dieser GIF-Animation wurde ein benutzerdefiniertes Hintergrundbild verwendet. Die Maschinenpositionen werden über X- und Y-Achsen definiert. Der belegungsplan läuft über eine Datum- & Uhrzeit-Zeitachse. Weitere Filter sind: Hersteller und Maschine. Die Linienwerte werden per Parameter als Kosten oder Ausschuss auf Monats-, Wochen- und Tagesdarstellung ausgewertet. Die einzelnen Analysen werden als kontextsensitive Filter auf einem Dashboard analysiert.

Daten-Quelle: Testdaten

Der „Daten-Dreisatz“ und die Prim(är)-Zahlen

Der „Daten-Dreisatz“ und die Prim(är)-Zahlen

Nach der Einrichtung eines einfachen „adhoc“-Erfassungs- und Auswertungs-Tools wurde ich kürzlich  erneut auf ein generelles Missverständnis in Sachen der „Bewertung“ von Daten aufmerksam. Der Kollege (für den dieses Tool bestimmt war und der durchaus über gute Anwendererfahrung verfügt) wunderte sich, wie der die eingerichteten Tabellen verwenden solle. Ich musste ihm daraufhin den Daten-„Dreisatz“ SVA erläutern: SVA steht hier für Stammdaten, Verlauf, Auswertungen.

Die Stammdaten: Sinn und Zweck: Erfassen (oder importieren) von Datenzeilen, in der jede Datenzeile (Datensatz) an mind. Einer Position ein-eindeutig ist. Bspw. sollte eine laufende Nummer verwendet werden oder bei Kunden- bzw. Artikeltabellen eine Kunden- bzw. Artikelnummer. Man muss nicht zwangsläufig über detaillierte Kenntnisse der Normalisierung verfügen um eine brauchbare Tabellenstruktur zu erstellen, sollte aber unbedingt folgendes beachten: Mindestens die erste Normalform (NF1): Hierfür existieren die aufwändigsten Beschreibungen (auch auf Wikipedia heißt es: „Jedes Attribut der Relation muss einen atomaren Wertebereich haben. (Anm.: statt „atomar“ wird auch die Bezeichnung „atomisch“ verwendet“) Kurzgesagt bedeutet das, dass jeder Wert in EINER Spalte erfasst werden sollte, also NICHT PLZ und ORT in ADRESSE zusammenfassen. Jede zusammengehörende „Datengruppe“ sollte in je einer Tabelle erfasst werden: Kunden in einer Kundentabelle, Artikel in einer Artikeltabelle, Gewerke in einer Gewerketabelle etc. und schon ist das Prinzip Stammdaten (zumindest grundsätzlich) umgesetzt. Die Verlauf-Daten: In aller Regel „passiert“ mit den Daten ja irgendetwas. Beispielsweise werden Artikel an Kunden verkauft und geliefert. Dazu gehören mindestens folgende „Attribute“, also Spalten: ein Datum, ein bestimmter Artikel der an einen bestimmten Kunden in einer bestimmten Menge verkauft wird (in aller Regel natürlich deutlich mehr). In der Verlaufstabelle werden Artikel- und Kundendaten aus den Stammdaten-Tabellen verwendet und für gewöhnlich ist es sinnvoll, die Erfassung der Daten für die Verlaufstabelle so einzustellen, dass NUR Daten erfasst werden, die über die Stammdaten auch referenziert werden können. Bei Excel kann das über die Daten-Validierungsmöglichkeit (Daten / Datenüberprüfung) eingestellt werden, Datenbank-Programme verfügen über weitere Möglichkeiten.

Auswertung, Quelle: pixelio Die Auswertungen: …beziehen sich in aller Regel auf die Verlaufsdaten. Ein klassisches (und sehr effektives) Beispiel wäre, dass die Verlaufsdaten zu einer Pivot-Tabelle „verdichtet“ werden, um nach Artikeln, Regionen, Datumbereiche u.ä. die Summen  von Warenwerten (die sich aus der Multiplikation von Mengen der Verlaufstabelle und Einzelpreisen aus der Artikeltabelle errechnen lassen) darstellt. Auch Stammdaten können ausgewertet werden. Wenn Sie bsp. eine Übersicht über die Verteilung Ihrer Kunden benötigen, kann eine Auswertung über den PLZ-Bereich erstellt werden. In Pivot-Tabellen können PLZ-Einträge beliebig gruppiert werden. Auswertungen können immer wieder neu erstellt oder geändert oder ergänzt werden, sie „berühren“ die Datendaten nicht.

Die Prim(är)-Zahlen Die „Hauptdaten“ kommen aus dem Primärsystem, das meist über einen längeren Zeitraum entwickelt wurde und in der Regel auch für einen längeren Zeitraum verwendet werden soll. Geradezu zwangsläufig ergibt sich durch diesen Umstand die Tatsache, dass Primärsysteme kaum die Chance haben, mit der Zeit Schritt zu halten und allen Anforderungen der Anwenderseite zu entsprechen. Genau dieser Punkt stellt oftmals ein Ärgernis dar, denn die Anforderungen ändern sich schneller als ein Primärsystem mitwachsen kann. Somit entwickeln sich schnell Sekundärsysteme, die häufig auf „einfachen“ Systemen wie Excel oder Access aufsetzen. Dabei kann  „einfach“ hier kaum ernst gemeint sein, denn diese Programme sind keineswegs „simpel“. Auch das Reporting-System von Access ist nicht unbedingt schlechter als das von „größeren“ Anbietern, es kommt einfach darauf an, wie umfassend die Ergebnisse generiert werden sollen. Seit der Version 2013 bietet auch Excel mit PowerView ein Reporting-System und mit GeoFlow ein interessantes Visualisierungs-Tool  an. Ein Frontend-System (also ein System, mit dem der Anwender lokal oder bspw. über Citrix arbeitet) an das Primär-System anzubinden ist nicht in jedem Fall ganz einfach, und in vielen Fällen auch nicht gewünscht. So stellen nicht alle Anbieter ODBC-Treiber kostenlos zur Verfügung. Als Alternative können aber die meisten Primär-Systeme (SQL-Server, aber auch SAP etc.)  Datenexporten anbieten. Manchmal entwickeln sich regelrecht kleinere „Kämpfe“ um die Daten. Exportdaten können dann mit den eigenen Daten ge-„merged“ also zusammengestellt oder gemischt werden. Dafür sind in aller Regel allerdings Automatisierungs-Routinen erforderlich, und um die einzustellen, ist dann wiederum oft ein „Auskenner“ erforderlich 😉

Zum Vergleich: ACCESS VS. SQL-SERVER VS. MYSQL

Zum Vergleich: ACCESS VS. SQL-SERVER VS. MYSQL

Kleine Entscheidungshilfe Access vs. SQL-Server vs. mySQL               -> PDF download

Für die meisten allgemeinen Verwaltungsaufgaben werden Sie mit einer Access-Datenbank in Hinsicht auf die Größe und “Menge” an zu erwartenden Daten ausreichend versorgt sein. Wenn sich Ihre Anforderungen an Ihre Datenbank jedoch ändern, sollten Sie überlegen, ob sich der Einsatz eines wesentlich schnelleren, flexibleren und sichereren Datenbank-Systems als “Back-End” lohnen könnte. Sie könnten z.B. Ihre Access Anwendung als „Front-End“ weiter verwenden und lediglich die Backend-Seite auf SQL-Server umstellen.

Als Alternative steht auch mySQL zur Verfügung. Als wesentlicher Aspekt kann hier das Kostenargument gelten. MySQL ist grundsätzlich kostenlos (open-source), für die kommerzielle Nutzung fallen – wenn überhaupt – minimale Lizenzgebühren an. MySQL eignet sich besonders als Online-Datenbanksystem. Für die Steuerung können Front-End-Programme (auch Access) verwendet werden (Access allerdings nicht ohne Probleme). Zugriff und Steuerung auf eine mySQL-Datenbank wird allerdings bevorzugt – aber nicht notwendigerweise – über einen Browser vorgenommen. Die Programmierung findet über HTML/PHP, Perl, Java oder dergleichen statt. Im Gegensatz zu Access und SQL-Server ist es erforderlich, zusätzliche Steuerungs-Tools zu installieren (bsp: SQL-Administrator, Control-Center, Query-Browser, SQLYog etc.)
SQL-Server Express (SSE)

Seit der Version SQL-Server 2005 stellt Microsoft als Nachfolge zur MSDE (Microsoft-Database-Engine) die etwas abgespeckte Version SQL-Server-Express (SSE) zum download zur Verfügung. Im Gegensatz zu MSDE, die auf 2GB beschränkt war, sind in dieser Nachfolgeversion nun immerhin 4GB verfügbar. Diese Version kann überdies 1GB Arbeitsspeicher adressieren. Ähnlich wie bei mySql sollten hier weitere Tools installiert werden, da die Administration ansonsten äußerst umständlich ausfällt. Im Wesentlichen sei hier „Management Studio Express“ (ähnlich dem Enterprise-Manager) erwähnt. SQL Express erwartet außerdem die Installation von Dotnet-Framework 2.0f auf dem Server. Vermutlich als Konkurrenz zu mySql ist diese Version von Sql-Server auch als Online-Datenbank konzipiert, kann aber zumindest gut verwendet werden, um eine Online-Datenbank offline vorzubereiten (die Online-Datenbank wird oft bei einem Provider “gemietet”).

Zur “Vorbereitung” einer SQL-Server-Datenbank (oder auch mehrerer) kann auch die SQL-Server-Developer-Edition verwendet werden, die zwar nicht mehr kostenlos aber immer noch deutlich(!) günstiger zu erwerben ist als die Vollversion, zudem müssen hier keine weiteren Tools installiert werden wie bei SSE.
Das Framework (dotnetfx.exe), die Datenbank (SQLEXPR.exe) als auch das Management Studio (SQLServer2005_SSMEE.msi) sind bei MS frei also kostenlos verfügbar.
[Literatur-Empfehlung zum Thema SSE: „SQL-Server Express Edition“ von Andreas Kosch]

Weiterhin bietet Microsoft den SQL-Server-Compact an

Migration / Import von Daten in SSE
Für die Migration / Import (einspielen bzw. Übernahme) von Access-Daten stellt MS ein Tool zur Verfügung: SQL Server Migration Assistant for Access (SSMA Access)
und ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts HIER erhältlich.

Nach dem Download, wird eine Licence-Registration fällig, die aber ebenfalls bei MS erhältlich ist. Die Licence-Datei wird lokal gespeichert und beim ersten Programmstart abgefragt (und sollte anschließend nicht gelöscht werden).

Wichtig bei der Migration: die Quelldaten sollten hinsichtlich der Spalten- bzw. Feldnamen den allgemeinen internationalen Standards entsprechen und keine Sonderzeichen beinhalten – auch nicht Minuszeichen und dergleichen – siehe hierzu meinen Bericht unter Feldnamen_Empfehlungen.pdf


Seit der Version Access 2007 aus Office-2007 ändert sich hinsichtlich der bisherigen Verfahren bei Access so einiges. Bei den ersten Beta-Versionen hatte ich noch den Eindruck, dass sich die ganze Office-Palette (einschließlich Excel) so allmählich entwicklerunfreundlich gestaltet, aber mittlerweile scheint sich der erste Eindruck nicht zwingend zu verdichten. Der Schwerpunkt verlagert sich jedoch recht erheblich. Zwar geht es auch weiterhin um „Datenbanken“, jetzt aber nicht mehr so begrenzt auf .MDB-Dateien (bzw. .ACCDB bei Access 2007 und 2010) mit den üblichen Verknüpfungen und Importen. Eher geht darum „multifunktional“ Daten aus unterschiedlichsten Quellen einzulinken und möglichst variabel darzustellen. Auch Autofilter, die ansonsten Excel vorbehalten waren, finden jetzt ihre Entsprechung. Die Datenbank-Erstellung im „konventionellen“ (und auch weiterhin absolut unverzichtbaren) Sinne wird in Zukunft eher auf SQL-Server(-Express) und DotNet (.Net) ausgelagert.

Besonders erwähnenswert ist, dass Microsoft mit der Version 2007 für Access eine Runtime-Version zur Verfügung stellt, die kostenlos(!!) aus dem Netz geladen und ohne Aufwand installiert werden kann. Somit können Anwendungen erstellt werden, die auf dem Ausführungsrechner keine Installation von Access erfordert. Dieses Runtime-Tool war bei den Vorläufer-Versionen (also bis 2003) recht kostenaufwändig gesondert zu erwerben.

Access-Datenbank im Web: Office Access 2007 enthält nur begrenzte Unterstützung für das Freigeben einer Datenbank im Web (nur die Veröffentlichung von Listen verschieben der Datenbank in Dokumentbibliotheken). In Access 2010 dagegen können Sie eine Webdatenbank erstellen (wenn Sie Zugriff auf Access Services in Microsoft SharePoint Server 2010 haben). Benutzer können die Datenbank dann in einem Webbrowserfenster verwenden. Änderungen am Entwurf erfordern jedoch Access 2010. Obacht: Einige Features für Desktopdatenbanken sind nicht auf das Web übertragbar – es können viele der gleichen Aufgaben mithilfe neuer Features ausgeführt werden (beispielsweise berechnete Felder und Datenmakros).

Hier einige Hinweise zur Entscheidungshilfe für eine eventuelle Umstellung:
Datenimport / -export:

  • SQL-Server: Bestehende Datenbestände können mit Hilfe der Import-Assistenten (Data-Transfer-Service) bzw. dem Integration-Services in eine SQL-Datenbank importiert / exportiert werden
  • SQL-Server-Express: nach einer Installation zunächst nicht verfügbar, allerdings können die oben erwähnten SSMA-Tools für Importe verwendet werden
  • Access: Es existieren die Standard Office-Konverter und die ODBC-Schnittstelle.
    mySQL: Es existieren Konverter und die ODBC-Schnittstelle (ist gesondert zu installieren).

Sicherungsverfahren (siehe dazu auch weiter unten unter “Datensicherheit, Performance und Weiterverwendung”):

  • SQL-Server: Sicherungen können automatisiert (z.B zeitgesteuert) werden.
  • SQL-Server-Express existiert das Backup-Divices-Tool und kann ebenfalls zeitgesteuert eingestellt werden
  • Access: Sicherungen und evtl. Wiederherstellungen müssen von Hand gesteuert oder Sicherungsverfahren programmiert werden.
  • mySQL: Sicherungen und evtl. Wiederherstellungen müssen von Hand gesteuert oder Sicherungsverfahren programmiert werden.

Installation:

  • SQL-Server: Eine Serverinstallation; Client-Tools auf den Benutzerrechnern.
  • SQL-Server-Express: desgleichen
  • Access: Auf jeden Rechner eine Access- oder eine Runtime-Installation.
  • mySQL: Server- Client-Installation mit Benutzerrechten.

Benutzerverwaltung:

  • SQL-Server: es kann eine nahezu beliebige Anzahl von Benutzern für alle Datenbanken auf dem Server verwaltet werden. Die Zugriffsrechte können für jede Datenbank, jede Tabelle und auf Spaltenebene definiert werden.
  • SQL-Server-Express: Anmeldung wird über Security-Logins bzw Security-users der jeweiligen Datenbank und der Server- und Database-Roles verwaltet
  • Access: Es existieren die Access-Benutzer-Verwaltungs-Modalitäten für jede Datenbank einzeln. Zugriffbeschränkungen können nicht auf Spaltenebene definiert werden.
  • mySQL: Ähnlich wie SQL-Server.

Datenbestände:

  • SQL-Server: Der Datenbestand kann ohne Verlust von Geschwindigkeit ausgedehnt werden. Datenbestände können problemlos im Terabyte-Bereich verwaltet werden. SQL-Datenbanken sind fast frei skalierbar. Sie können Ihre Daten auch mit anderen Systemen nutzen, die Abfragesprache SQL ist systemübergreifend. Es können beliebig viele Datenbanken definiert werden. -SQL-Server-Express: max 4GB.
  • Access: Eine Datenbank erfasst max. 2GB Daten (bei abnehmender Geschwindigkeit). In eine Access-Tabelle können Sie max. 2.147 Mrd. Datensätze erfassen; das ist zwar für nahezu alle Datenbanken im Verwaltungsbereich vollkommen ausreichend, wenn Sie allerdings einen bestimmten Datenbestand erreicht haben (der nicht genau zu bestimmen ist, ist abhängig von der Hardware sowie vom Netz und Netztransfer), wird Access als interpretierendes System sehr langsam, um nicht zu sagen unerträglich
  • mySQL: .es existieren verschiedene Tabellen-Typen (MyIsam, InnoDB…). Die Datenbanken sind fast frei skalierbar. SQL entspricht mit leichten Einschränkungen der Standard-Norm. Es sind beliebig viele Datenbanken definierbar.

Ein wesentlicher Punkt ist der Datentransfer:

  • SQL-Server: führt die Abfrage auf dem Server aus und transferiert lediglich die selektierten Daten zumindest dann, wenn “direkt auf dem Server” programmiert werden kann, wenn also Abfragen/gespeicherte Prozeduren “in der Datenbank” abgelegt werden können. Alternativ bietet sich noch die Möglichkeit eine ODBC1-Schnittstelle für den Zugriff auf die Daten zu verwenden
  • SQL-Server-Express: wie SQL-Server
  • Access: Bei einer Access-Abfrage werden zum Ausführen einer Abfrage ALLE Daten über das Netz transferiert und lokal selektiert.
  • Das kann dazu führen, dass eine Abfrage, die sich auf einen Datenbestand von z.B. 200.000 Zeilen bezieht und 5.000 selektiert, bei einer Access-Datenbank das System für längere Zeit stark belastet, während SQL-Server damit keine Probleme hat.
  • mySQL: Bei einer Abfrage werden zum Ausführen einer Abfrage alle Daten vorselektiert.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Komprimierung:

  • SQL-Server: Die Daten liegen immer komprimiert vor.
  • SQL-Server-Express: wie SQL-Server
  • Access: In einer Access-Datenbank werden gelöschte Datensätze mit einem “Gelöscht”-Kennzeichen geführt und erst dann physisch aus der Datenbank entfernt, wenn die Datendatei komprimiert wird (Im Menü: Datenbank-Dienstprogramme: Komprimieren und reparieren). Dieser Komprimierungsvorgang sollte regelmäßig vorgenommen werden. Das hat sich in der Version 2007 und sogar in 2010 (auch ACCDB) leider immer noch nicht geändert
  • mySQL: Die Daten liegen grundsätzlich komprimiert vor. Bei der Verwendung von Dynamic- Tabellen (häufige Verwendung) sollte allerdings gelegentlich von Hand komprimiert werden.

Outer Joins:

  • SQL-Server: Left-Join und Right-Join; zusätzlich Full-Join
  • SQL-Server-Express: wie SQL-Server
  • Access: Left-Join und Right-Join
  • mySQL: Left-Join und Right-Join, zusätzlich Full-Join

Sicherheit:

  • SQL-Server: Alle Zugriffe werden protokolliert und können nachvollzogen werden
    SQL-Server-Express: Server-Logs werden protokolliert
    Access: keine Protokolle
    mySQL: Logging kann aktiviert werden, verlangsamt allerdings den DB-Betrieb.

Multi-User-Fähigkeit:

  • SQL-Server: als serverbasiertes Datenbanksystem stehen alle Möglichkeiten der Multiuser-Fähigkeit zur Verfügung
  • SQL-Server-Express: wie SQL-Server, es gelten eingeschränkte Spezifikationen (siehe unter msdn-online.de)
  • Access: Multiuserfähigkeit u.a. mit der Einschränkung des Datentransfer-Geschwindigkeitsproblems.
  • mySQL: Volle Multiuserfähig; spezielle Web-Tauglichkeit
1 ODBC: Open-database-connectivity (wird über die Systemsteuerung lokal vorgeommen)

Letzter Zugriff:

  • SQL-Server: kann mittels timestamp-Spalten (millisekundengenaue Erfassung des letzten Zugriffs) gesteuert werden
  • SQL-Server-Express: timestamp-Spalte wie SQL-Server
  • Access: keine Möglichkeit vorgesehen, kann aber über Modul-Funktionen abgefragt bzw. ausgelesen werden
  • mySQL: timestamp-Spalten wie SQL-Server.

Wartung / Aufwand /Schulung:

  • SQL-Server: Backups, Importe, Exporte und dergleichen sind einstellbar; Fachpersonal muss ggf. geschult oder akquiriert werden.
  • SQL-Server-Express: Backups sind einstellbar, es existiert aber kein DTS (data-transfer-service) bzw. Integration-Services, Fachpersonal sollte geschult oder akquiriert werden
  • Access: Kann ggf. auch von Office-Personal bedient werden. Aber Obacht: Die Erstellung einer Datenbank erfordert Erfahrung (und Weitsicht) und wird nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt. Häufig treten tief greifende Probleme erst später in Erscheinung, angefangen bei der Vergabe von Spaltennamen (bzw. Feldnamen) und noch lange nicht aufgehört bei der Normalisierung.
  • mySQL: Fachpersonal insbesondere für die Zugriffssteuerung und Programmierung erforderlich.

Mein Fazit zum Thema Access:
Über Access wird viel herumgeunkt. Was die Back-End-Verwendung betrifft kann ich die Ansicht grundsätzlich teilen, was die Front-End-seitige Verwendung betrifft eher nicht.
Die Back-End-Verwendung: Man stelle sich nur vor: Eine Daten-Back-End-Datei kann im Explorer mit der Entfernten-Taste einfach gelöscht werden!! Der datentechnische Super-GAU! Eine SQL-Server-Datenbank löscht man nicht einfach mit der Entf-Taste, zumal in der Regel nur legitimiertes Personal an die Entwicklungsumgebung des SQL-Servers herankommt.

Andererseits: gerade kürzlich habe ich wieder einen Fall erlebt, bei dem ein Mitarbeiter einer großen norddeutschen Bank mit meiner Unterstützung eine Datenbank zu einem bestimmten Controlling-Thema erstellt hat und zwar mit einer MDB als Frontend UND als Backend. Innerhalb kürzester Zeit (einige Wochen) würde offenbar, dass er hier etwas “Wertvolles” (ein Tool mit hoher Aussagerelevanz) entwickelt und die Datenbank wurde (schon aus den schnell erkanten Sicherheitsgründen) in eine sichere Umgebung überführt. Hätte der Mitarbeiter erst die IT-Abteilung mit dieser Problematik beauftragt, wäre daraus wohl in den nächsten Jahren nichts geworden.

Also: Access ist ein hervorragendes (und relativ einfaches) Programm zu Problemverdeutlichung. Es besteht die Möglichkeit eine Datenbank ohne allzu großen Aufwand “erstmal” zu erstellen (was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass – wie weiter oben bereits erwähnt – jede Datenbank – auch eine MDB (bzw. .ACCDB bei Access 2007 und 2010) – mit Weitsicht und vertiefender Kenntnis erstellt werden muss).

Zur Front-End-Verwendung: Wie erwähnt (siehe hierzu auch weiter unten) kann Access auch als Front-End-Programm “relativ” einfach programmiert werden (vorzugsweise unter Anbindung eines “vernünftigen” Back-End-Systems). Jetzt kommt es natürlich noch darauf zu definieren, wie DAU-sicher die Anwendung sein soll. Im Regefall sollte das selbstverständlich sein. Hier sind verschiedene Einstellungen vorzunehmen wie z.B. die Vermeidung eine Front-End-MDB einfach mit gedrückt gehaltener Shift-Taste einfach im Entwicklungsmodus zu öffnen und dergleichen.

Also: Access als Front-End: JA; als Back-End – auf Dauer -: NEIN

Datensicherheit, Performance und Weiterverwendung
Eine Datensicherung kann in Access leider nicht automatisiert eingestellt werden, da es sich bei MDB- bzw. ACCDB-Dateien lediglich um komplexere Dateien handelt, aber nicht um einen Datenbankserver. Eine Datensicherung muss daher leider von Hand durchgeführt werden, oder über einen Laufwerk-Sicherungslauf vorgenommen werden, was z.B. mit dem Laufwerk V: (auf dem eine Backend-MDB- oder ACCDB-Datei aufgespielt sein könnte) eingestellt ist. Eine deutlich bessere Möglichkeit, relevante Daten zu führen wäre es, die Daten (schon aufgrund ihrer Relevanz) in einem SQL-Server zu überführen und die Access-Frontend-Datei z.B. mit einer ODBC-Schnittstelle an diese Datenbank anzubinden.

Somit würden sich folgenden Vorteile ergeben:
1. Datensicherheit: Die Zugriff-Legitimierung auf die Daten kann über die Benutzersteuerung des SQL-Server eingestellt werden, z.B. mittels der Windows-Autenzifizierung
2. Datensicherung: Ein SQL-Server ist hinsichtlich der Datensicherung einstellbar und wird von Datenbankadministratoren vor Ort verwaltet
3. Komprimierungsverlust: SQL-Server speichert die Daten stets komprimiert, eine händische Komprimierung entfällt
4. Daten-”Mengen” und Performance: Für Access-Dateien gilt eine begrenzte Dateigröße, die zwar mit “üblichen” Verwaltungs-Daten nicht so schnell erreicht werden, aber je größer die Datei, desto geringer die Performance bzw. desto langsamer der Zugriff und Datentransfer. SQL-Server-Datenbanken sind frei skalierbar, Performance-Probleme sind nicht zu erwarten
5. Übergreifende Verwendung der Daten: Die Daten verfügen ggf. über die Relevanz langfristig auch mit anderen Datenbanken in Verbindung gebracht und ausgewertet werden zu können. Davon ausgehend, dass auf einem Server auch andre Daten abgelegt werden, ist eine Verknüpfung dieser Daten technische relativ einfach zu erreichen.
6. Zukunftsgerichtete Verwendung: Während sich MDB- bzw. ACCDB-Dateien als Datenbestandsführung in irgend absehbarer technisch erledigen dürften, kann davon ausgegangen werden, dass SQL-Server-Daten(banken) zukunftsfähig und für eine eventuelle Umstellung auf ein anderes Frontend geeignet sind. Auch z.B. ein browsergesteuerter Zugriff (Stichwort “Intranet”) ist schnell einzurichten.
7. Weiternutzung eines Access-Frontend bei Umstellung einer MBD bzw. ACCDB-Datendatei: Die Datenbank kann wie gewohnt weiterverwendet werden. Es sind lediglich folgende Umprogrammierungen vorzunehmen:
a. ggf. Anpassung der Feldnamen an die Richtlinien von SQL-Server
b. Umwandeln der Backend-Datei in eine SQL-Server-Datenbank – dafür gibt es Integration-Service-Tools mit denen der Vorgang automatisiert werden kann – bedenken Sie aber bitte, dass es in den allermeisten Fällen geradezu zwingend ist, in jeder Tabelle eine TimeStamp-Spalte mit aufzunehmen!
c. Anpassen eventuell geänderter Felder/Spalten in den Steuerungsformularen/Abfragen/Berichten/Codes
d. Anpassen der Abfragen in Hinsicht auf boolsche Felder Hinweis zu den boolschen Feldern: SQL-Server-Datentabellen verwenden im Gegensatz zu Access Ja/Nein-Feldern drei Zustände anstatt zwei: true, false und null das bedeutet, dass eine Abfrage (query) mitunter derart angepasst werden muss, dass es in den Kriterien heisst “…WHERE boolschesFeld = False or boolsches Feld IS NULL”
e. Anpassung des Codes in Hinsicht auf die Datenzugriffe (also die Recordsets und die OpenRecordset-Parameter, insbesondere der Parameter bzw die Konstante dbSeeChanges)
f. Erstellung einer lokalen ODBC-Verknüpfung auf allen Rechnern, auf denen die Datenbank genutzt werden soll – es sei denn die ganze Geschichte läuft über eine Citrix-Umgebung, hier gelten etwas andere Regeln: Die ODBC-Verknüpfung wird hier in der Regel im Profil angelegt.
g. Erstellung einer ODBC-Autoverknüpfung beim Start der Datenbank (Programmierung einer “Autostart”-Funktion, die den Link bzw. Connect zur Datenbank untersucht bzw. überprüft und bei Erfolg anlinkt)
h. Die Benutzer müssten in der SQL-Server Benutzertabelle geführt werden

So müsste Technik!

So müsste Technik!

Kunden-Support nach außen und Kommunikation des Unternehmens nach innen werden oft genug als zwei verschiedene Stiefel betrachtet, dabei ist der Markt doch mittlerweile hinreichend gefüllt mit System-Angeboten, die für Abhilfe sorgen sollen.

Bei einer Produkt-Recherche zum Thema e-Ticket, Wiki und Wissensdatenbank, die ich aus aktuellem Anlass in den letzten Wochen durchgeführt habe, musste ich allerdings feststellen, dass sich der Markt zum einen unübersichtlich gestaltet und sich zum Weiteren die Anbieter vorzüglich in der Kunst verstehen, die Vorzüge Ihrer Systeme dem Interessenten gegenüber zu verheimlichen.

Ich habe eine tabellarische Aufstellung über die Anforderungen erstellt, die ich zusammen mit meinem Kunden ausgearbeitet habe und die Anbieter danach abgeglichen, wohlbemerkt zunächst NICHT mit angebotenen Testversion (das sollte erst im nächsten Schritt nach einer Vorauswahl erfolgen – sofern die Anbieter eine Testversion vorsahen, auch das war eines der Kriterien), sondern „nur“ nach einer Recherche der System-Beschreibungen, Produkt-Videos und evtl. FAQ und Foren.

Geradezu unmöglich war es dabei herauszufinden, WO (also in welchem Rechtsbereich) die Cloud-Daten abgelegt werden, dabei hat ist in der letzten Zeit doch mehrfach journalistische Hinweise auf die potentielle rechtliche Problematik gegeben. Nicht jeder bietet eine Testversion an und bei manchen der Anbieter finden sich diesbezügliche Hinweise erst, nachdem die Homepage umständlich durchsucht wird. Installationsanleitungen scheinen insb. Bei Open-Source-Produkten mit dem Zufallsgenerator übersetzt. Demos werden meist als Screenshots zur Verfügung gestellt, teilweise OHNE die Möglichkeit durch die Screenshots „durchzublättern“ (also lauter Einzelaufrufe). In einigen Fällen werden Tutorials angeboten, die qualitativ recht unterschiedlich ausfallen. Von „Home-made“ (schlechte Sound- und Bildqualität) bis höchst professionell war alles dabei.

Bei den sehr professionellen Videos musste ich allerdings mehrfach feststellen, dass es sich dann zumeist um Werbe-Clips handelt, die dem Betrachter des Videos mittels angebliche überzeugter Kunden die enormen Vorteile des Systems mit Begeisterung vortragen, dann aber die Details aussparten. Gesondert sei hier Salesforce aber auch ZenDesk genannt (der zweitgenannte verfügt zudem über einen durchaus Kinoreifen Kurzfilm, leider jedoch ohne nennenswerten informativen Nährwert) Im Einzelfall waren keine Preise zu ermitteln, selbst bei einer Mail-Anfrage erhielt in bei einem Anbieter lediglich eine Link-Liste zu den Produkt-Vorzügen, aber OHNE Preisangaben. Nur wenig Anbieter boten bei meiner Recherche für die meisten Fragen auch verwertbare Antworten (sofa-helpdesk und logatech-it).

der Schrei! (by Joschka Knoblauch, Quelle pixelio.de)
der Schrei! (by Joschka Knoblauch, Quelle pixelio.de)

Liebe Software-Anbieter: BITTE: Wenn ich ein Produkt-Video sehe, möchte ich auch gerne sehen WIE das funktioniert und welche Funktionalitäten mir angeboten werden. Wenn Screenshots zur Verfügung gestellt werden, möchte ich nicht jeden Screenshot einzeln aufrufen. Ich möchte bei einer Cloud-Lösung wissen, Wo sich meine Daten befinden. Ich möchte umstandsneutral eine Information über die Preisgestaltung erhalten.

Vielen Dank!

Vorgehen zur Inbetriebnahme einer Anwendung (->Access)

Bei der Inbetriebnahme einer Access-Anwendung schlage ich Ihnen folgendes Vorgehen (das sich mehrfach bewährt hat) vor:

  • Legen Sie bitte einen VersionsOrdner für die Steuerungsdatei(en) an, z.B: Z:\MeineAnwendung\Versionen\
  • Kopieren Sie die jeweils aktuelle Anwendungs-Versions-Datei, z.B.  „20161007_02_MeineAnwendung.accdb“ bzw. „20161007_02_MeineAnwendung.accde in den Versionsordner (Die Zahlenkennung im Prefix der Datei beschreibt die Versionsnummer, z.B. Jahr 2016, Monat 10, Tag 07, _02 zweite erstellte Version des Tages). Eine accde-Datei ist eine „nur ausführbare Datei“ (Änderungen im Entwurf sind hier nicht vorgesehen).
  • Sofern Sie eine Access-Datenbank-Datei verwenden, legen Sie einen Datenordner an (verwenden Sie vorzugsweise nicht den gleichen Ordner wie den Ordner, in dem sich die Steuerungsdatei befindet; das ist zwar nicht zwingend erforderlich, erhöht aber die Übersicht und Sicherheit), z.B. Z:\MeineAnwendung\Daten\
  • Legen Sie die Daten-DateiMeineAnwendung_Daten.accdb“ in dem Datenordner ab.
    Legen Sie im Weiteren bitte keine beliebigen Kopien davon an, sichern Sie diese Datei aber bitte regelmäßig. Komprimieren Sie diese Access-Datenbankdatei bitte auch regelmäßig (in aller Regel erstelle ich in der Anwendung eine Komprimierungs-Erinnerungsfunktion).
  • Starten Sie die Anwendungs- bzw. Steuerungsdatei aus dem Versions-Ordner
  • Beim ersten Start (und nur beim ersten Start, bzw immer dann, wenn es eine aktualisierte Version gibt) wird gefragt, wo sich die Daten-Datei befindet
  • Geben Sie die Datendatei an.
  • Anschließend sollte, je nach Anwendung und sofern gewünscht, z.B. ein Login-Form erfolgen. Wenn Sie sich als Admin anmelden, geben Sie das genannte/abgesprochene Passwort ein. Das können Sie aber, je nach Anwendung und sofern gewünscht, in den Optionen ändern.
  • Testen Sie die einzelnen (neuen oder aktualisierten) Module
  • Kopieren Sie nach erfolgreichem Test diese Datei in einen Ausführungsrodner (z.B: Z:\MeineAnwendung\) und benennen Sie die Datei um, z.B. als „MeineAnwendung.accdb (bzw. accde, also ohne Versionskürzel). Vermutlich ist es sinnvoll für Sie und ggf. für andere Benutzer eine Desktopverknüpfung auf diese Anwendungs-Datei zu legen. Achten Sie beim Kopieren darauf, dass die Anwendungsdatei aktuell nicht genutzt wird.
    • Sollten Sie beim Test (oder später) feststellen, dass einzelne Funktionalitäten nicht wie gewünscht laufen, können Sie jederzeit auf eine ältere Version aus dem Versionsordner zurückgreifen (sofern bereits vorherige Versionen vorliegen) und für die aktuelle Version Änderungswünsche formulieren, die dann in der nächsten Version berücksichtigt werden.
    • Sofern die Anwendung aktuell genutzt wird, empfehle ich die Verwendung des Programmes LDB-Viewer (Quelle: http://www.access-home.de/cms/?kat=32) um zu ermitteln welcher Benutzer aktuell in der Access-Datei angemeldet ist.

 

  • Sobald Sie sich entschieden haben, die Anwendung in Betrieb zu nehmen, ist die Daten-Datei „MeineAnwendung_Daten.accdb“ IHRE Datendatei, Sie werden dann auf keinen Fall eine weitere Daten-Datei von mir erhalten, da ansonsten Ihre Daten überschrieben werden würden!!! Sollten Änderungen in der Datenstruktur vorgenommen werden, muss das ab diesem Zeitpunkt direkt in IHRER Datei vorgenommen werden.

 

  • Wenn eine neue Version fertiggestellt ist, gehen Sie bitte wie oben vor. Lediglich die Datendatei wird nicht erneut in den Daten-Ordner kopiert, stattdessen werden beim Start IHRE Daten mit der aktuellen Anwendungs-Version verknüpft. Die Desktop-Verknüpfung(en) auf die Anwendungsdatei muss nicht erneut erstellt werden, sofern Sie das Namensverfahren beibehalten, also wenn die Anwendungs- bzw. Steuerungsdatei immer den gleichen Namen, z.B. MeineAnwendung.accdb, erhält.

Thorsten Lieder – www.tensai.de

 

Gute Seiten, schlechte Seiten

Gute Seiten, schlechte Seiten

Kunst kommt von „können“? Ansichtssache. Und Präsentieren kommt von praesentia. Und das heißt Gegenwart. Eine Präsentation soll also etwas vergegenwärtigen. Und dazu werden gerne Infografiken eingesetzt.

In der großen Welt der Datenkonsolidierung und -reduktion mit dem Ziel einer vereinfachten Aussage führt das durchaus schon mal zu Missverständnissen. Bei Seminaren mache ich mitunter die Erfahrung, dass Mitarbeiter für ihre Vorgesetzten aus einem nennenswerten Datenberg zu einer „Ampel-Aussage“ gelangen sollen. Das heißt, dass mitunter gigantische Datenabzüge aus unterschiedlichen Quellen zu der Aussage „gut“ oder z.B. „schlecht“ führen soll, dargestellt in ROT, GELB oder bestenfalls bzw. wünschenswerterweise GRÜN. Jeder, der schon mal mit dem Problem der Zusammenführung von Daten befasst war, weiß, dass, mal abgesehen von dem Problem der Datenbereinigung, noch weitere „Unwägbarkeiten“ das Ergebnis „beeinflussen“ können. Das gewünschte Ampel-Resultat ist zwar für eine Entscheidungsinstanz nicht gänzlich unverständlich, aber vielleicht doch etwas zu sehr simplifiziert, und genau da lassen sich wunderbar die in Mode gekommenen Infografiken einsetzen.

Bei Infografiken handelt es sich um ein Mittel, auf unterschiedliche und manchmal recht „überraschende Weise“, einen komplexen Sachverhalt einem Laien verständlich zu machen. Die Daten-Verdichtung durch Diagramme ist zweckmäßig, aber häufig langweilig und insbesondere durchaus bestens für Manipulationen geeignet. Infografiken eignen sich durchaus sogar noch besser für Manipulationen, aber im Gegensatz zu Diagrammen und den ewigen Powerpoint-Präsentationen, die seriös daherzukommen versuchen und manchmal schon deshalb für Misstrauen sorgen, ist der „Sinn“ der Darstellung über eine Infografik in ihrer gesamten „Theatralik“ erkennbarer und erreicht somit eine andere Form der Akzeptanz.

Im folgenden möchte ich ein paar Beispiele benennen, die ich nach meinem persönlichen Empfingen für gelungen bzw. weniger gelungen halte.

1. Sehr gelungen:  STOCK-CHECK: http://visual.ly/remaining-oil-gas-coal
Grund: einfach gehalten, schon bei oberflächlichem Hinsehen erschließt sich die Aussage. Einsatz weniger Farben und weniger Symbole. Kein ablenkender Hintergrund. Wenige, deutlich erkennbare Zahlenwerte. Drei kleine integriert Diagramme, zudem eine Weltkarte mit gut erkennbarer Verteilung. Weiterhin Angabe von Quellen am Ende der Grafik

2. Weniger gelungen: EVOLUTION OF SMOKING: http://visual.ly/evolution-smoking
Grund: Zu dicht, unklare Datenlage (keine Quellenangabe), zu sehr überladen mit unterschiedlichen Stilmitteln, unruhige Erscheinung des Gesamtbildes. Ablenkender Hintergrund (sinnfreier Farbverlauf)

3. Ebenfalls weniger gelungen: FACEBOOK-IPO: http://visual.ly/facebook-ipo-0
Grund:  Der Sinn dieser Grafik erschließt sich erst nach mind. zweimaligem Hinsehen. Farbgebung uneinheitlich und unklar (warum zwei Blau-Töne und dann plötzlich lila?). Allerdings gibt es einen Hinweis auf die Datenlage.

4. Ganz anders hingegen hier wieder ein gut gelungenes Beispiel: THE GULF OF MEXICO OIL SPILL:   http://visual.ly/gulf-mexico-oil-spill
Grund: einfach und transparent, Passender farblicher Hintergrund, klar in den Symbolen und der Aussage, auch die Datenquelle wurde nicht vergessen. Kleines Manko: recht kleine Schrift.

5. Ein weiteres interessantes und im Prinzip gut gemachtes Beispiel: COFFEE & CALORIES: http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/caffeine-and-calories/
Grund: klare Aufteilung, bedarf  aber einen Moment der Orientierung insbesondere müssen die Skalen erst einmal „entdeckt“ werden. Leider bleibt die Datenlage hier etwas unklar (abgesehen von dem Verweis auf  Hersteller und Vertrieb).

6. Gute Idee, aber…: COLORS IN CULTURES: http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/colours-in-cultures/
Grund: interessant gemacht, aber leider keine durchgehende Linienführung. Nachteil: versuchen Sie z.B. mal herauszufinden, welche Farbe in China für peace steht.

7. Immerhin klare Aussage: WENIGE LEISTEN SICH VIEL: http://www.agenda21-treffpunkt.de/archiv/04/10/DWHHkonsum-g.jpg
Grund: Gute gemachte Gegenüberstellung. Aussage ist eindeutig. Datenlage bleibt aber „Vertrauenssache“. Hintergrundfarbe scheint der Sichtbarkeit des Inhaltes geschuldet, grauer Balken steht nicht im Kontext zum Inhalt.

8. Klasse (einer meiner persönlichen „TOPs“): Wirtschalftsdaten sichtbar gemacht: Die Schokolandenseite: http://images.zeit.de/wissen/2009-12/41-infografik-schokolade.pdf
Grund: Schon am Bild sofort erkennbar um was es geht; die „Bruchstücke“ im erkennbaren relativen Verhältnis; keine verwirrenden und unnötiten Elemente in der Grafik; Quellenangabe vorhanden

Und hier die ultimative „Mutter aller Infografiken“ 😉 :

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